Open Source ITSM für Chemnitzer Schulen stärkt digitale Kompetenz
Das Chemnitzer Schulrechenzentrum SYS-C supportet mithilfe der Open Source ITSM Software KIX tausende Schüler, Lehrer und pädagogische IT-Koordinatoren.
Chemnitz und die Digitalisierung an Schulen
In der drittgrößten Stadt Sachsens wurden schon immer neue Bildungswege beschritten. Heute geht es in den Schulen von Chemnitz vor allem um Digitalisierung mit Open Source Software.
Im Dezember 2024 hat das Schulrechenzentrum SyS-C die letzte interaktive Tafel in Betrieb genommen. Dies war das Finale des über fünf Jahre laufenden Programms DigitalPakt Schule, mit dem bundesweit die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen gefördert wurde. Den Grundstein dafür legte die sächsische Großstadt aber bereits 20 Jahre zuvor, denn so lange gibt es das Schulrechenzentrum bereits.
Wachsendes IT-Team, wachsende Anforderungen
Um die zunehmende Technik an den kommunalen Schulen fachmännisch zu administrieren, wurde 2004 eine Systemlösung für die Schulen der Stadt Chemnitz geschaffen. Dies wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Europäischen Sozialfonds gefördert. 2009 bekam die Stadt dafür sogar den Innovationspreis “Public Private Partnership”.
Vier Punkte waren dabei besonders wichtig: Die Homogenisierung und Vernetzung der Schul-IT, eine zentrale Verwaltung, eine einheitliche Supportkultur und die Entlastung der pädagogischen IT-Koordinatoren. Mit den zunehmenden Anforderungen und steigender Zahl an zu betreuenden Schulen mussten sich das kleine IT-Team bald nach einer neuen, unterstützenden Lösung umsehen.
Ambitionierte Pläne mit Open Source ITSM Software
Um eingehende Supportanfragen und Aufgaben zur Neueinrichtung bei Schulen besser strukturieren zu können, erfolgte 2013 die Einführung der Open Source ITSM Software KIX als Ticketsystem. OTRS-Kenntnisse bei den Mitarbeitern waren bereits vorhanden, die lokale Nähe zum Anbieter war aber auch ein Vorteil. Der Leiter des Schulrechenzentrums, Sebastian Klost, und sein Team hatten ambitionierte Pläne mit KIX.
Neben Endgerätesupport und Infrastruktur wollten sie auch die Planungen bzw. Aufgaben bei Neu- und Ersatzausstattungen einbeziehen. In der Realität waren die Ziele aber zu hochgesteckt – zu klein das Team, zu groß die Aufgabenvielfalt. „Wir hatten leider nicht die Kapazitäten, um unser KIX-System zu pflegen und seine Möglichkeiten zu nutzen. Aufgeben wollten wir es aber auch nicht. Wir wussten, wie wertvoll es ist", berichtet Michael Edler von der Planitz.
Ungeachtet der Rahmenbedingungen sollte KIX über die Jahre durch das kleine SyS-C-Team von einem einfachen Ticketsystem zu einer ITSM-Lösung ausgebaut werden. Mit einer größeren Mitarbeiterzahl ab 2022, den damit verbundenen Veränderungen in der Organisation und der wachsenden Zahl an Schulen wollten es Edler von der Planitz und seine Kollegen von Grund auf anders angehen. Sie wollten das Ticketsystem aktualisieren und intensiver nutzen. Deshalb entschieden sie sich für einen Wechsel: „Die neue Version KIX 18 bot mit dem geänderten Design eine gute Möglichkeit, die Supportaufgaben neu aufzustellen."
IT-Support für tausende User und Endgeräte
Heute betreut das Schulrechenzentrum 83 Schulen in Chemnitz. Mehr als 27.000 User gehören zu dem Netzwerk. Die Zahl der Endgeräte ist enorm: Über 6.000 Computer, 9.500 Tablets, 1.700 Apple TVs, 90 Mac Mini, 600 Server und 350 Drucker werden verwaltet. Hinzu kommen mehrere Hundert Switches und ca. 2.400 Access Points.
Dass Open Source IT-Service Management auch in der Schul-IT ein wichtiger Digitalisierungstreiber ist, zeigt der ausführliche Artikel auf IT WELT.at.